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Bericht der Rhein Hunsrück Zeitung (Ausgabe 5 November 2011)

Durch den Malkasten der Natur

Wandertipp Neue Traumschleife lockt Einsteiger und Familien über die Hunsrückhöhen

Kastellaun/Klosterkumbd. Rauschende Wipfel, murmelnde Wasser – und ein Farbenspiel wie aus dem Malkasten des Herbstes: Die neue Traumschleife Klingelfloß bei Kastellaun ist ein idealer Sonntagsausflug für Genusswanderer. Direkt am Parkplatz des Birkenhofs nahe Klosterkumbd beginnt diese besonders auch für Familien geeignete Tour. Da wir die Strecke im Uhrzeigersinn laufen, lassen wir das hölzerne Portal rechts liegen und folgen dem Wegweiser Richtung Simmern am Hotel vorbei abwärts. Der Asphalt endet bald, und ein Feldweg führt uns durch die Weidelandschaft. An der ersten Kreuzung biegt links der Zuweg nach Simmern und Klosterkumbd ab, doch wir behalten die Richtung bei und wandern geradeaus auf weichem Grasweg zum Waldrand.Dort angelangt, schicken uns die lila Logos der Traumschleife nach links. Immer am Waldrand entlang genießen wir den Ausblick. Im Vordergrund erblicken wir Klosterkumbd, am Horizont den Höhenzug des Soonwaldes. Im Bogen folgen wir dem Waldrand. Kurz vor Ende des Feldes biegen wir rechts in den Wald ab, bis uns die Markierung wieder nach links führt.

Frischer Fisch für fromme Frauen

Nach 1,4 Kilometern biegen wir rechts auf einen Waldpfad ab, der sich durch die Buchenstämme schlängelt. Doch nicht die Bäume stehen im Fokus, sondern die spiegelnden Oberflächen der Waldteiche links von uns. Die kleinen Seen versorgten im Mittelalter das Zisterzienserinnen-Kloster im nahen Klosterkumbd mit frischem Fisch. Beschwingt wandern wir weiter, Holzplanken und Stege helfen über manch feuchte Stelle hinweg. Nach 1,9 Kilometern wechseln wir links auf einen Forstweg, der gerade durch den Wald verläuft. Lange bleiben wir nicht auf diesem Weg, denn die Traumschleife biegt rechts auf einen Waldweg ab. Anfangs geht es auf einem parallel verlaufenden Pfad vorwärts, bis uns ein zweites Brücklein auf den Grasweg zurückbringt. Bei Tageskilometer 2,6 treffen wir an einem Abzweig ein, der von einer Birkeninsel in Szene gesetzt wird. Wir wandern geradeaus auf breitem Forstweg weiter zur nächsten Kreuzung. Auch hier ändern wir nicht die Richtung, überwinden ein kurzes Steinschotterstück und spüren danach wieder Waldboden unter den Füßen. Nun senkt sich der Weg deutlicher ab, und wir erspähen durch die Stämme erstmals den Namensgeber dieser Tour: den kleinen Waldsee und die Schutzhütte Klingelfloß. Eine Sitzgruppe lädt zur Rast unterm Blätterbaldachin ein.Anschließend folgen wir einem Waldpfad ins Tal. Neben uns gluckert der Osterkülzer Bach. Kurz vor dem Waldrand queren wir den Bach und verlassen den Wald. Nach dem Blick ins Tal tauchen wir erneut in den Wald ab und folgen den Logos nach Norden. Wir genießen den Ausblick auf die Hügel der Umgebung, bevor wir rechts bergan in den Wald zurückkehren. Der Aufstieg ist kurz und bringt uns rasch zum Abzweig des Zuweges zur nahen Gesellschaftsmühle, die im Tal an der K 28 zur Einkehr lädt.

Rast mitten im Hochwald

Doch kurz vor dem Erreichen der K 28 schickt uns der Wegweiser zum Birkenhof zurück in die Natur. Wir biegen scharf rechts ab und wandern auf einem Waldpfad leicht aufwärts. Wir queren einen breiten Forstweg und wandern geradeaus auf erdigem Weg weiter. Eine Brettbrücke entlässt uns schließlich nach 5,2 Kilometern auf einen breiten Forstweg nach rechts. Wir passieren ein Windbruchfeld, wandern danach durch Nadelwald und biegen schließlich links zu einem weiteren von Sturmwinden heimgesuchtes Areal ab. Wir ignorieren einen Querweg und machen Rast an einer Ruhebank mitten im Hochwald. Wenig später schickt uns die Markierung links weg auf einen Pfad durch den Hochwald. Nach 6,3 Kilometern stoßen wir wieder auf einen Forstweg. Wir lassen uns von der Markierung über die nächsten Kreuzungen und Richtungswechsel lotsen. Schließlich erspähen wir vor uns wieder den Waldrand. Wir laufen durch ein Wildgatter und können unmittelbar dahinter von einer Sinnesbank aus den Ausblick Richtung Soonwald auskosten.Anschließend folgen wir dem Naturweg am Waldrand entlang. Nach 7,3 Kilometern ist es so weit: Da wir die Tour am Birkenhof begonnen haben, wandern wir nicht geradeaus weiter, sondern biegen scharf links auf den Feldweg ab. Rasch gelangen wir zum gegenüberliegenden Waldrand. Ein Wiesenweg bringt uns zurück zum Start. Am Ende der Tour passieren wir nun das hölzerne Portal und beenden am Parkplatz des Birkenhofes nach 7,8 Kilometern diese kurzweilige Hunsrück-Einsteigertour.

Buchtipp:

 

Daten zum Wanderweg:

Länge

7,8 km
Gehzeit 2,5 Stunden
Höchster Punkt 479 m
Steigung 111 m
Anspruch leicht 
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